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Durch Prävention die Praxis für die Zukunft bereit machen

 

Praxis für die Zukunft bereit machen
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Durch Prävention die Praxis für die Zukunft bereit machen

 

Prävention und Prophylaxe zählen zu den wichtigen Aufgabenbereichen, die eine Zahnarztpraxis abzudecken hat. Die präventionsorientierte Zahnmedizin ist eine vielseitige Disziplin, deren Bedeutung auch angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft zunimmt. Eine gute Mundgesundheit trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Folglich nehmen auch das Wissen und die Expertise im Bereich Prävention – und damit die Aufstiegsfortbildungen zur ZMF (Zahnmedizinische/r Fachassistent/in), ZMP (Zahnmedizinische/r Prophylaxeassistent/in) oder DH (Dentalhygieniker/in) – eine immer wichtigere Rolle im Praxisalltag ein. Die Investition in gut ausgebildetes Prophylaxe-Fachpersonal kann somit eine entscheidende Stellschraube sein, um die Zukunftsfähigkeit Ihrer Praxis zu sichern.

 

Studien wie die fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie1 und der kürzlich erschienene Barmer Zahnreport2 machen auf Defizite bei der Mundgesundheit von Patient:innen und den damit einhergehenden Kosten aufmerksam. Zahnmedizinische Präventionsmaßnahmen werden daher in Zukunft weiterhin an Bedeutung gewinnen.

 

Prävention und Prophylaxe – ein relevantes, vielfältiges und spannendes Tätigkeitsfeld

 

Zahnmedizinische Prävention geht weit über die in bestimmten Intervallen stattfindende Professionelle Zahnreinigung (PZR) hinaus – sie umfasst ein breitgefächertes Angebot an vor- und nachsorgebezogenen Leistungen in der Zahnarztpraxis3. Allgemein lassen sich Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen folgenden Stufen zuweisen4:

  • Primärprävention (Vorsorge) beinhaltet Maßnahmen, die darauf abzielen, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern, z. B. durch PZR, Mundhygieneinstruktionen, Aufklärung & Motivation oder Fluoridierung.
  • Sekundärprävention zielt auf das möglichst frühzeitige Erkennen ab, um bessere Heilungschancen zu erreichen, z. B. durch das Erfassen des Parodontalen Screening Index (PSI).
  • Tertiärprävention (Nachsorge) hat die Verhinderung von Folgeschäden von Krankheiten oder deren Wiederauftreten zur Aufgabe, z.B. durch postoperative Maßnahmen oder eine nachgelagerte unterstützende Parodontitistherapie (UPT)5.

 

Prävention als Chance für Praxis, Mitarbeitende und Patient:innen

 

Um eine moderne, qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung zu gewährleisten, die dem zunehmenden Bedarf an Vor- und Nachsorgeleistungen Rechnung trägt, ist der Einsatz von Prophylaxeexpert:innen in den Praxen von entscheidender Bedeutung. Nicht zuletzt bietet die präventionsorientierte Zahnmedizin bzw. Prophylaxe ein spannendes Betätigungsfeld und eine zukunftsträchtige Berufsperspektive für das dentale Fachpersonal. Fundierte Expertise auf dem Gebiet der Prävention und ein ausgereiftes Prophylaxe-Konzept bringt eine Reihe von Vorteilen für die Praxis, Mitarbeitende und nicht zuletzt Patient:innen mit sich6,7.

1. Prävention folgt einem ganzheitlichen Ansatz: Gerade im Rahmen der Prophylaxe werden die Wechselwirkungen zwischen Mund- und Allgemeingesundheit und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Blicks auf die Patient:innen offensichtlich. So belegen Studien einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko8,9, oder Wechselwirkungen zwischen der Erkrankung des Zahnhalteapparates und Diabetes10. Präventionsorientierte Zahnmedizin hat somit einen positiven Effekt auf die ganzheitliche Gesundheit der Patient:innen.

2. Prävention bindet Patient:innen an die Praxis: Prophylaxe und regelmäßige Recall-Termine sorgen für kontinuierlichen Austausch mit den Patient:innen und binden sie eng in die zahnmedizinische Behandlung ein. Nicht selten ist ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Behandelnden ein wesentlicher Grund für die langfristige Bindung der Patient:innen an eine Praxis. Zudem gilt: Zufriedene Patient:innen, die gerne wiederkommen, tragen auch zum langfristigen wirtschaftlichen Erfolg bei.

3. Prävention motiviert das gesamte Team: Prävention ist ein „Team-Motivator“ und kann das Selbstwertgefühl der Prophylaxe:expertinnen stärken. Motivation und Selbstmotivation gelten als wesentliche berufliche Erfolgsfaktoren. Die vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und sinnhaften Tätigkeitsfelder in zahnmedizinischen Fachberufen schaffen – ebenso wie eine angemessene Vergütung und das Erfahren von Wertschätzung – eine attraktive berufliche Perspektive.

 

Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung – wesentlicher Bestandteil der häuslichen Prophylaxe

 

Entscheidend für eine langfristige Mundgesundheit der Patient:innen ist ein schlüssiges, modernes Prophylaxekonzept, eine entsprechend abgestimmte Praxisorganisation, das Fördern von Fort- und Weiterbildungsvorhaben sowie auf Prävention und Prophylaxe spezialisierte Mitarbeitende. Doch ebenso wichtig ist die Mitarbeit und Compliance der Patient:innen, denn die häusliche Mundhygiene ist eine der tragenden Säulen der zahnmedizinischen Vorsorge.
Deshalb bestätigt die Leitlinie zur häuslichen Mundpflege11 den Zusatznutzen einer Mundspülung mit ätherischen Ölen als Ergänzung zur mechanischen Mundraumreinigung, da diese Plaque reduziert und somit sehr gut dazu beitragen kann, Zahnfleisch- und anderen oralen Erkrankungen vorzubeugen. Evidenz zur Wirksamkeit von Mundspülungen mit ätherischen Ölen liefern mehr als 30 Langzeitstudien. Als meisterforschte tägliche Mundspülung bietet Listerine® eine sehr gute Kontrolle des dentalen Biofilms. Die Listerine®-Formel mit der einzigartigen Kombination aus bis zu 4 ätherischen Ölen – Eukalyptol, Thymol, Menthol sowie Methylsalicylat – bekämpft bis zu 99,9 % der nach dem Zähneputzen verbliebenen Bakterien. Auch im Langzeitgebrauch sind keine Verfärbungen der Zähne zu erwarten111. Zwei aktuelle Studien aus 202212,13 belegen ihren Zusatznutzen zur mechanischen Reinigung:

 

Studie 1:
Klinische Wirksamkeit von
Mundspülungen und Anwendung von
Zahnseide auf Plaque
12

Ergebnis: Das Spülen des Mundraumes mit Listerine® zusätzlich zum Zähneputzen bietet bei zweimal täglicher Anwendung eine 4,6 mal höhere interproximale Plaque-Prävention als Zähneputzen und die tägliche Anwendung von Zahnseide durch Dentalhygieniker:innen*.12
Studie 2:
Die Effekte von Mundspülungen mit
ätherischen Ölen als Teil der
Mundhygiene-Routine
13

Ergebnis: Die Ergänzung von Listerine als dritten Schritt zur Kombination aus Zähneputzen und Zahnseide-Anwendung führt zu einer Reduktion der interproximalen Plaque um 28,4 % gegenüber dem zweimal täglichen Zähneputzen in Kombination mit einer täglichen Zahnseide-Anwendung**.13

 

 

 

 

 

 

 

* Anhaltende Plaque-Prävention über dem Zahnfleischrand bei Anwendung nach Anweisung über 12 Wochen nach professioneller Zahnreinigung. Die Anwendung der Zahnseide wurde von einem:er Dentalhygieniker:in durchgeführt.
** Anhaltende Plaque-Reduzierung über dem Zahnfleischrand bei Anwendung nach Anweisung für 12 Wochen nach einer Zahnreinigung. Die Anwendung von Zahnseide wurde unter Aufsicht durchgeführt. Verwenden Sie Listerine® immer in Ergänzung zur mechanischen Reinigung (3-fach-Prophylaxe).

 

Quellen:

 

1  Jordan, A. R., Micheelis, W. & Cholmakow-Bodechtel, C. Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). Berlin/Köln : Bundeszahnärztekammer – Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammer e.V. (BZÄK), 2016.

2  Rädel, Michael; Priess, Heinz-Werner; Bohm, Steffen; Walter, Michael: BARMER Zahnreport 2023: S. 73f.

3  https://www.quintessence-publishing.com/deu/de/news/zahnmedizin/parodontologie/der-praeventionsbegriff-in-der-parodontologie (Zugriff am 12.09.2023)

4  https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/praevention.html (Zugriff am 12.09.2023)

5  https://www.quintessence-publishing.com/deu/de/news/zahnmedizin/parodontologie/der-praeventionsbegriff-in-der-parodontologie (Zugriff am 12.09.2023)

6  https://www.zmk-aktuell.de/management/praxisfuehrung/story/praevention-nutzt--auch-dem-zahnarzt__8401.html (Zugriff am 12.09.2023)

7  https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchenmeldungen/ausgereiftes-prophylaxekonzept-chance-fur-praxis-und-patient (Zugriff am 12.09.2023)

8  Syrjanen J. et al.: Dental infections in association with cerebral infarction in young and middle-aged men. J Intern Med 225(3):179-184, 1989.

9  Mattila KJ, et al.: Association between dental health and acute myocardial infarction. BMJ 298:779-781, 1989.

10  Chen L et al. Association of Periodontal Parameters with Metabolic Level and Systemic Inflammatory Markers in Patients with Type-2 Diabetes. J Periodontol. 2010; 81:364-71

11  DG PARO, DGZMK. S3-Leitlinie (Kurzversion): Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. Parodontologie 2018.

12  Bosma ML et al; JDH June 2022, Vol. 96, No. 3, 8-20.

13  Milleman J et al.; JDH June 2022, Vol. 96, No. 3, 21-34.